Schallschutz ist nicht nachrüstbar.

Im Bestand, lohnt es sich den passenden Schallschutz bei Umbauten, richtig einzuplanen.

Bei älteren Bauten, ist der vorhandene Schallschutz meist grenzwertig.

Wird umgebaut oder saniert, kann sich der resultierende Schallschutz sogar deutlich verschlechtern.

Werden Bauteile im Bestand mit neuen Bauteilen verbunden, und dass betrifft auch den Innenausbau, können unerwartete Effekte auftreten, welche auch die Raumakkustik betreffen.

Bei jeder Art von Verantstaltungslokal wird oft vergessen, dass nebst verschiedensten Vorschriften zum Schallschutz und den erlaubten Maximalpegeln im Lokal, auch Grenzwerte für den Lärm vor dem Lokal, sei es durch Gäste, Besucher oder Fahrzeuge einzuhalten sind. Im Aussenbreich können ferner unerwartete Effekte durch atmosphörische und geographische Einflüsse auftreten.

Der Akustiker empfiehlt für diesen Fall zunächst die Gesammtsituation in der Umgebung des Lokals zu klären, bevor Investitionen für den innenausbau getätigt werden.

Eine Tennishalle wir neu für Türkische Hochzeiten und als Eventhalle für bis zu 800 Personen genutzt.

Durch ständigee Lärmklagen intervenierten die Behörden.  Der nachbarschaftlicher Lärm um das Gebäude herum, wird mit organisatorischen Massnahmen beseitigt und gibt keinen Anlass zu weiteren Klagen.

In der Eventhalle, muss die Nachhallzeit entsprechend der Nutzung verringert werden. Schallschleusen im Eingangsbereich, vermeiden, dass unnötig Schall nach aussen dringt.

Mit Ausnahme der Mieter in drei Stockwerken eines über 400 m entfernten zwölfstöckigen Wohngebäudes, kommt es zu keinen Lärmklagen mehr.

Weitere Untersuchungen zeigen, dass die Schalldämmung des Dachs eher gering ist und sich ab 150 Hz abwärts, zusätzlich verringert. Wie sich herausstellt, strahlt das Schrägdach als Flächenschallquelle Schall gerichtet nach aussen. Die Kontrolle des Abstrahlwinkels zeigt, dass der gerichtet abgestrahlte Schall, ungehindert in die Höhe geht und das Hochhaus nicht anstrahlt.

Zusätzliche Messungen zeigen, dass zwischen Mitternacht und Morgengrauen, im Fall einer Inversionslage, durch die verschiedenen Luftschichten der Schall so gebeugt wird, dass er genau auf drei Stockwerke des unteren Viertels des Hochhauses trifft, wo die Mieter belästigt werden.

Verschiedene Lösungsmöglichkeiten, mit welchen einerseits der Schallpegel in der Halle verringert, werden aufgezeigt. Gleichzeitig soll mit diesen Massnahmen, die Schalldämmung der Dachkonstruktion so verbessert werden, dass sich der nach aussen abgestrahlte Pegel, um 10 dB verringert.

Mit dem Konzept aus verschiedenen Varianten und Etappen, erarbeitet die Vollzugsbehörde mit den Besitzern eine Lösung, die zumutbar und finanziell tragbar ist.