Schallschutz ist nicht nachrüstbar.
Im Bestand und bei Neubauten, lohnt es sich den passenden Schallschutz richtig einzuplanen.
Bei älteren Bauten, ist der vorhandene Schallschutz meist grenzwertig. Wird umgebaut, saniert oder die Nutzung verändert, kann sich der resultierende Schallschutz sogar deutlich verschlechtern.
Schallschutz und Raumakustik sind in vielen nachhaltigen Neubauten, die von Beton, Glas und Holz dominiert sind, in der Umsetzung anspruchvoll.
„Unsichtbare Raumakustik“ ist mit entsprechendem Auswand umsetzbar, was in den seltenstan Fällen machbar ist. Der frühzeitige Einbezug des Akustikers ermöglich dem Architekten in Zusammenarbeit mit dem Akukstiker seine ästhetische Lösungen zu entwickeln, welche allen Ansprüchen gerecht werden.
Schulbauten aus den Sechzigerjahren und später, sind in Sachen Schallschutz und Raumakustik meist mangelhaft. Einerseits liegt es an den damals üblichen Betonkonstruktionen und andererseits damals an der Unkenntnis der Auswirkung guter Raumakustik auf den Lerneffekt, der noch nicht erforscht war.
Eine weitere Herausforderung sind neue Schulformen, teil mit anderen Nutzungskonzepten und die zwischenzeitlich umfangreichen Regelwerke.
Der Akustiker empfiehlt für diesen Fall einen zur Bausubstanz passenden Einbau. Ausserdem nebst der statistischen Raumakustik alle akustischen und weiteren Faktoren, die dem Lernerfolg förderlich sind. Sollen architektonische und wirtschaftliche Faktoren mitberücksichtig werden lohnt es sich den Ankustiker von Anfang an beizuziehen.
In einer für ihre Zeit typischen Schulbaute, wird die Erschliessungszone künftig für neue Unterrichtsformen, Gruppenarbeiten und als Studier- oder Aufgabenzone benützt.
Für die erweitert Nutzung, Teile des Unterrichts werden ind die Erschliessungszone ausgelagert, muss die Akustik angepasst werden. Grundsätzliche muss die Nachhhallzeit auf die neu Nutzungsart verkürzt werden. Ausserdem muss die Sprachverständlichkeit so verbessert werden, dass sie einerseits den erhöhten Anforderungen für fremdsprachige Schüler erfüllt und nach SIA 500, Schülern mit Hörbeeinträchtigung gerecht wird.
Des Weiteren muss dafür gesorgt werden, dass die Unterrichtsräume durch Aktivitäten in der neu genutzen erschliesungszone nicht gestört werden. Zusätzlich, dürfen sich auch die verschiedenen Nutzungsbereiche in den Nischen der Erschliesungszone, bei gleichzeitiger Nutzung nicht gegenseitig stören.
Weder die Anforderungen an die Sprachverständlichekit, noch der Schutz vor Störung von Klassenräume und zwischen den Nischen, kann nur mit schallabsorbierenden Decken erfüllt werden. Dazu ist ein umfassendes Konzept zur Akustikkonditionierung erforderlich.
Moderne Baumethoden und heutige Ästhetik ändern nichts an den nötigen Anforderungen an Schallschutz und Raumakustik. Der Gewinner des Wettbewerbs verband nachhaltige und fortschrittliche Bauweise mit zeitgemässer Ästhetik. Es wurden alle Erfordernisse des modernen Schulbetriebs, der auch über den klassischen Frontalunterricht hinausgeht und auch in der Erschliessungszone stattfinden kann, berücksichtigt.
Auch bei den Trennwänden zwischen den Klassenzimmern wurden neue Wege eingeschlagen: Die Wandelemente sind modular und kombinieren Schallschutz mit Raumakustik. Durch Messung der Akustik-Eigenschaften am Prototypen konnte vor der Produktion sichergestellt werden, dass die Elemente nicht nur „schön“ sind, sondern über den nötigen Schallschutz verfügen. Zusammen mit der akustisch hochwirksamen Holz-Akustikdecke dienen die Trennwände gleichzeitig die Konditionierung der Raumakustik, sodass keine weitere Raumakustik-Konditionierung erforderlich ist.




